
{"id":3796,"date":"2026-02-24T11:57:29","date_gmt":"2026-02-24T10:57:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paneuropa.at\/?p=3796"},"modified":"2026-02-24T11:57:29","modified_gmt":"2026-02-24T10:57:29","slug":"vier-jahre-schrecken-ohne-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pan.thatscommunication.de\/en\/vier-jahre-schrecken-ohne-ende\/","title":{"rendered":"Vier Jahre Schrecken ohne Ende"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\"><i><span style=\"font-weight: 400;\">Die Morgennachrichten des 24. Februar 2022 sind den meisten Lesern wohl noch bewusst: Russland hat einen gro\u00dfangelegten \u00dcberfall auf die Ukraine begonnen. Mit einem \u201eBlitzkrieg\u201c sollte Kyiv \u00fcbernommen und eine moskauh\u00f6rige Regierung installiert werden. Die Ukraine wehrte sich. Und dann? Von Rainhard Kloucek und Georg Lundstr\u00f6m-Halbgebauer.<\/span><\/i><\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400; color: #000000;\">Dann kam alles anders. Wohl auch anders als viele Regierungspolitiker im Westen erwarteten. Sie hatten zugesagt, die Ukraine zu unterst\u00fctzen, solange es notwendig sei, und waren schon stolz, als sie ein paar Tausend Helme schickten. Auch sie glaubten damals, der Krieg w\u00e4re in wenigen Tagen oder Wochen mit einem Sieg Moskaus beendet. Dann w\u00fcrde man zum Tagesgesch\u00e4ft zur\u00fcckkehren. So wie 2014, nach dem \u00dcberfall auf die Krim und dem Einmarsch Moskaus im Donbass.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Vor dem russischen Angriff hatten westliche Regierungspolitiker monatelang wunderbare Bilder von Gespr\u00e4chen am langen Tisch mit Vladimir Putin geliefert, in denen der Moskauer Herrscher versichert hatte, er werde keinen Krieg beginnen. Eine glatte L\u00fcge. Die Diplomatie hatte versagt. Putin wollte keine Diplomatie, er wollte die Unterwerfung der Ukraine. Das hat er in mehreren <\/span><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/en.kremlin.ru\/events\/president\/news\/66181\"><span style=\"font-weight: 400;\">Artikeln<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, \u00fcber die auch in westlichen Medien berichtet wurde, verbreitet.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>Paneuropa hatte gewarnt<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Nach wie vor versuchen viele im Westen ihre fr\u00fchere Haltung zu Putin und seinem Regime damit zu begr\u00fcnden, dass er einst ein verl\u00e4sslicher Partner gewesen sei. Nach dem Fall des Ostblocks verfielen viele der allgemeinen Annahme, die Demokratie habe nun gesiegt. Das Schlagwort vom Ende der Geschichte kennen noch viele. Billiges \u00d6l und Gas halfen, den Mythos zu verfestigen. Und die wenigen Warner wie der damalige Pr\u00e4sident der\u00a0 Paneuropabewegung Otto von Habsburg, die noch unter Jelzin vor dem Revanchismus Moskaus warnten, die dann <\/span><a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=P1lj6QsqDhU&amp;t=32s\"><span style=\"font-weight: 400;\">ganz konkret vor Putin gewarnt<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> hatten, wurden nicht mehr ernst genommen. Doch die Fakten zeigen:\u00a0 Krieg ist f\u00fcr Moskau immer noch blo\u00df die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Das demonstrierte Putin 1999 in Tschetschenien, 2008 in Georgien und seit 2014 beweist er es in der Ukraine.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>Tschetschenien, Syrien, Ukraine: Ein Muster des zivilen Leids<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400; color: #000000;\">Als Putin im Jahr 1999 Ministerpr\u00e4sident wurde, begann er den Zweiten Tschetschenienkrieg. Das kleine Land im Kaukasus hatte sich im Zuge der Aufl\u00f6sung der UdSSR 1991 f\u00fcr selbst\u00e4ndig erkl\u00e4rt, im Einklang mit der Verfassung der Sowjetunion. Der erste Tschetschenien-Krieg hatte mit einem Friedensschluss und der de facto Anerkennung durch Russland. Doch Putin hatte andere Pl\u00e4ne: Den unter fadenscheinigen Vorw\u00e4nden von Russland begonnenen zweiten Tschetschenien-Krieg beendete er mit der totalen Vernichtung der Hauptstadt Grosny. Wohnviertel wurden fl\u00e4chendeckend bombardiert, zivile Infrastruktur zerst\u00f6rt und Krankenh\u00e4user dem Erdboden gleichgemacht. Am Ende war die ganze Stadt ein Tr\u00fcmmerfeld.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Russlands Kriegsverbrechen und Verletzungen des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts waren im Zweiten Tschetschenienkrieg laut <\/span><a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.hrw.org\/news\/2000\/02\/29\/war-crimes-chechnya-and-response-west\"><span style=\"font-weight: 400;\">Human Rights Watch<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> der Hauptgrund f\u00fcr das Leid der Zivilbev\u00f6lkerung. Dieses fatale Muster wiederholte sich, als russische Streitkr\u00e4fte im syrischen B\u00fcrgerkrieg aktiv waren, und es wiederholt sich bis heute in den St\u00e4dten der Ostukraine, die von Moskaus Truppen erobert wurden. Ein weiteres Muster, das deutlich weiter in die russische Geschichte zur\u00fcckreicht, ist die Bereitschaft der milit\u00e4rischen F\u00fchrung, massive Verluste in Kauf zu nehmen. Auch Vertr\u00e4ge interessieren Putin wenn, dann nur kurzfristig, wie etwa seine Missauchtung des <\/span><a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/article8NE30-ld.1143758\"><span style=\"font-weight: 400;\">Grenzvertrags mit der Ukraine 2003<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> zeigt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3799\" src=\"https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/vpw28-westeuropa-wiegt-sich-in-falscher-sicherheit-1-1.png\" alt=\"\" width=\"1792\" height=\"1516\" srcset=\"https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/vpw28-westeuropa-wiegt-sich-in-falscher-sicherheit-1-1.png 1792w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/vpw28-westeuropa-wiegt-sich-in-falscher-sicherheit-1-1-300x254.png 300w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/vpw28-westeuropa-wiegt-sich-in-falscher-sicherheit-1-1-1024x866.png 1024w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/vpw28-westeuropa-wiegt-sich-in-falscher-sicherheit-1-1-768x650.png 768w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/vpw28-westeuropa-wiegt-sich-in-falscher-sicherheit-1-1-1536x1299.png 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1792px) 100vw, 1792px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>Die L\u00fcge ist Teil der Macht<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> des Herrschers in Moskau. Das klingt in den Ohren westlicher, demokratischer Politiker genauso unverst\u00e4ndlich wie der Krieg als ganz normaler Teil der Politik. Um die Politik Moskaus zu verstehen, hilft es, Russland als Kolonialreich zu sehen, das durch Eroberung entstanden ist und durch Terror zusammengehalten wird. Das hat geographische, wirtschaftliche und kulturelle Gr\u00fcnde. Vor allem aber ist die <\/span><a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/izpb\/internationale-sicherheitspolitik-353\/517311\/russland-grossmachtstreben-und-konfrontation-mit-dem-westen\/\"><b>Wiederherstellung der Gro\u00dfmacht Russland<\/b><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> ein erkl\u00e4rtes <\/span><b>politisches Ziel Vladimir Putins<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Weder das allgemeine Gewaltverbot der UN-Charta noch Vertr\u00e4ge werden ihn daran hindern.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>Europa muss sich um seine Sicherheit k\u00fcmmern<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>Die einzige Sprache, die Russland versteht, ist Macht.<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Doch die Administration der Noch-Weltmacht Nummer Eins zeigt vor allem Interesse daran, den Krieg \u201cirgendwie\u201d zu beenden und sich dabei den Zugang zu kritischen Rohstoffen zu sichern. Europas Sicherheitsinteressen oder die ohnehin am seidenen Faden h\u00e4ngende internationale Ordnung spielen hingegen keine Rolle mehr. <\/span><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3798\" src=\"https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/MhW8p-wer-der-ukraine-am-meisten-hilft-1-1.png\" alt=\"\" width=\"1240\" height=\"2142\" srcset=\"https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/MhW8p-wer-der-ukraine-am-meisten-hilft-1-1.png 1240w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/MhW8p-wer-der-ukraine-am-meisten-hilft-1-1-174x300.png 174w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/MhW8p-wer-der-ukraine-am-meisten-hilft-1-1-593x1024.png 593w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/MhW8p-wer-der-ukraine-am-meisten-hilft-1-1-768x1327.png 768w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/MhW8p-wer-der-ukraine-am-meisten-hilft-1-1-889x1536.png 889w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/MhW8p-wer-der-ukraine-am-meisten-hilft-1-1-1186x2048.png 1186w\" sizes=\"auto, (max-width: 1240px) 100vw, 1240px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>K\u00fcmmert sich Europa also nicht selbst um seine Sicherheit, so tut es niemand<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. F\u00fcr die europ\u00e4ische Sicherheit ist die <\/span><b>Ukraine<\/b> <b>entscheidend<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Eine Ukraine, die gewaltsam oder durch einen \u00fcber ihre K\u00f6pfe hinweg geschlossenen Deal, in das expansive Moskauer Kolonialreich eingegliedert wird, w\u00fcrde eine neue Bedrohungslage schaffen. Nicht nur milit\u00e4risch, sondern auch politisch. Wenn die Staaten Europas sich nicht darauf einigen k\u00f6nnen, ihre eigenen Interessen zu verteidigen und die USA die NATO (oder sonstige v\u00f6lkerrechtliche Vertr\u00e4ge) nur noch als optional verstehen, was w\u00fcrde Russland daran hindern, <\/span><b>als n\u00e4chstes das Baltikum<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> zu \u00fcberfallen? Das muss alle europ\u00e4ischen Staaten k\u00fcmmern. Doch immer noch gibt es ein Gef\u00e4lle von Ost nach West. Doch die Sicherheit Europas geht alle etwas an.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>Es fehlt das \u201cKriegsziel\u201d<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Jede Strategie braucht eine Definition der <\/span><b>Ziele<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Doch hier liegt eine <\/span><b>entscheidende Schw\u00e4che Europas<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Die Antwort Deutschlands (und damit wohl der EU) bliebe selbst bei einem russischen Angriff auf das Baltikum reaktiv, unentschlossen und langsam. Das zeigte sich im Februar 2026 in einem <\/span><a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/premium\/plus697bad308e412f1cf0f57eb6\/hintergruende-zum-podcast-do-4-30-uhr-als-erstes-publizieren-das-enthaelt-der-ernstfall-pass.html\"><span style=\"font-weight: 400;\">Planspiel<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> der Tageszeitung WELT in Zusammenarbeit mit dem German Wargaming Center mit Experten aus Politik, Milit\u00e4r und Konfliktforschung. Auch nach vier Jahren Krieg in der Ukraine und trotz der Erfahrungen mit Tschetschenien und Georgien ist selbst Experten noch immer nicht klar, wie Europa mit Russland umgehen muss. Karl von Habsburg, Ehrenpr\u00e4sident der Paneuropabewegung \u00d6sterreich, formulierte in seiner \u201c<\/span><a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/pan.thatscommunication.de\/europa-muss-verantwortung-uebernehmen\/#more-3716\"><span style=\"font-weight: 400;\">Rede zur Zukunft Europas<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">\u201d folgende m\u00f6gliche Ziele: \u201cWiederherstellung der territorialen Integrit\u00e4t und Souver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine, Reparationen durch Moskau, und Regime Change in Moskau. Der Fall Putin muss vor einem internationalen Kriegsverbrechertribunal abgehandelt werden.\u201d Wie erreichen wir das?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>Die EU braucht ein echtes Au\u00dfenministerium<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Durch eine auf die Koordinierung der Mitgliedstaaten beschr\u00e4nkte Gemeinsame Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik GASP alleine wird es kaum m\u00f6glich sein, diese Ziele zu erreichen. Und selbst wenn man sich darauf einigt, wird jede Ma\u00dfnahme viel zu lange dauern. <\/span><b>Eine echte europ\u00e4ische Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> mit einem dem europ\u00e4ischen Parlament verantwortlichen <\/span><b>Au\u00dfenministerium<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> ist daher das Gebot der Stunde. Das w\u00fcrde auch allen Anforderungen der Subsidiarit\u00e4t entsprechen, da hier europ\u00e4ische Souver\u00e4nit\u00e4t <\/span><b>Handlungsf\u00e4higkeit<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> bringt. Genau diese Handlungsf\u00e4higkeit ist notwendig, <\/span><b>damit Europa nicht aufgerieben wird<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> zwischen einem <\/span><b>revisionistischen Russland<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> und einem <\/span><b>gleichg\u00fcltigen wei\u00dfen Haus<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>\u00d6sterreich soll sich nicht auf die Neutralit\u00e4t ausreden<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>Weitere Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> ist ein Kernelement der oben skizzierten Ziele. Die Herausforderung der weiteren Unterst\u00fctzung der Ukraine gilt auch f\u00fcr \u00d6sterreich. Mit einer Hilfe, die gerade einmal 0,2 Prozent des BIP ausmacht, besteht deutlich Luft nach oben. Um jetzt einige Leser zu erschrecken: das gilt auch f\u00fcr die milit\u00e4rische Hilfe. Die Neutralit\u00e4t gilt hier nicht als Ausrede. \u00d6sterreich ist Mitglied der UNO, somit gilt die UNO Charta, die erstens Angriffskriege verbietet und zweitens das Selbstverteidigungsrecht des Opfers festschreibt. Sowohl individuell als auch kollektiv. <\/span><b>Kollektive Selbstverteidigung<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> bedeutet, jeder Staat hat das Recht, das angegriffene Land milit\u00e4risch zu verteidigen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3797\" src=\"https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/1Pwpf-russlands-massive-verluste-in-der-ukraine-1-1.png\" alt=\"\" width=\"1240\" height=\"908\" srcset=\"https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/1Pwpf-russlands-massive-verluste-in-der-ukraine-1-1.png 1240w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/1Pwpf-russlands-massive-verluste-in-der-ukraine-1-1-300x220.png 300w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/1Pwpf-russlands-massive-verluste-in-der-ukraine-1-1-1024x750.png 1024w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/1Pwpf-russlands-massive-verluste-in-der-ukraine-1-1-768x562.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1240px) 100vw, 1240px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>Drohnen: volkswirtschaftliche und taktische Lektionen aus der Ukraine<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Der Krieg in der Ukraine hat gezeigt, wie wichtig <\/span><b>Drohnenkapazit\u00e4ten<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> f\u00fcr die Verteidigung sind. Doch <\/span><b>Europa<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> schien 2025<\/span><b> noch immer schlecht vorbereitet<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">: Mitte September 2025 drangen mindestens 19 russische Drohnen in den polnischen Luftraum ein. Anfang Oktober 2025 sorgten <\/span><a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/verteidigungspolitik.at\/risikobild\"><span style=\"font-weight: 400;\">Drohnensichtungen<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> f\u00fcr den Ausfall des Flughafens M\u00fcnchen. Beides kam \u201e\u00fcberraschend\u201c, was 2022 vielleicht noch verst\u00e4ndlich w\u00e4re, 2025 aber unverzeihlich ist. Was noch schlimmer ist: Europa hatte <\/span><b>keinen klar erkennbaren Plan<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, wie man darauf reagieren sollte. <\/span><b>Das muss sich \u00e4ndern<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Es ist eine gute Nachricht, dass die Europ\u00e4ische Kommission mit der Strategie <\/span><a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/defence-industry-space.ec.europa.eu\/eu-defence-industry\/white-paper-european-defence-readiness-2030_en\"><span style=\"font-weight: 400;\">\u201cReadiness 2030\u201d<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> Anstrengungen unternimmt, die europ\u00e4ische Verteidigung an die heutigen Bedrohungen anzupassen. Eines der zentralen Projekte ist die \u201cEuropean Drone Defence Initiative\u201d und der dazugeh\u00f6rige Aktionsplan. <\/span><b>Bis Ende 2027<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> will die Kommission ein <\/span><b>EU-weites Drohnennetz<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> zur Grenz\u00fcberwachung und Bedrohungserkennung aufbauen. <\/span><b>Ob Europa \u00fcberhaupt in der Lage<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> ist, ausreichend viele Drohnen ausreichend schnell und an die taktischen Notwendigkeiten angepasst zu produzieren, <\/span><b>bleibt<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> allerdings <\/span><b>fraglich<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Die entscheidende Herausforderung f\u00fcr die Verteidigungsbereitschaft der EU liegt in der F\u00e4higkeit, schnell eine <\/span><b>dezentralisierte und wirtschaftlich effiziente Industrie<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> aufzubauen, mit der massenhaft Drohnen produziert werden k\u00f6nnen. Ohne Drohnen w\u00e4re die Verteidigung der Ukraine gegen den Aggressor Russland nicht m\u00f6glich gewesen. Und ohne sie ist auch der Rest Europas nicht ger\u00fcstet. Dabei werden <\/span><b>massive Mengen Material verbraucht. <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Ein Beispiel: Eine ukrainische Drohnen-Brigade ben\u00f6tigt <\/span><a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/prismua.org\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Blue_and_yellow_annex_on_defense.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">etwa 7.000-8.500\u00a0 First-Person-View-Drohnen (FPV) pro Monat<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, Trend steigend. Anfang 2024 beschafften die ukrainischen Streitkr\u00e4fte insgesamt monatlich etwa 20.000 Drohnen. Bis Ende 2024 verzehnfachte sich diese Menge auf 200.000 St\u00fcck pro Monat. Die Produktionskapazit\u00e4t im Land ist angeblich sogar gr\u00f6\u00dfer als dieser massive Bedarf. Glaubt man den <\/span><a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/mod.gov.ua\/en\/news\/the-ukrainian-defense-industry-has-the-capability-to-produce-10-million-drones-annually-said-oleksandr-kozenko-at-a-security-forum-in-singapore\"><span style=\"font-weight: 400;\">Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, so <\/span><b>k\u00f6nnten<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> \u00fcber <\/span><b>500 ukrainische Unternehmen<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> gemeinsam bereits <\/span><b>10 Millionen Drohnen pro Jahr herstellen<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Die EU t\u00e4te daher gut daran, von der Ukraine zu lernen, wie man solche Kapazit\u00e4ten rasch aufbaut und die produzierten Drohnen an die dynamischen Ver\u00e4nderungen des Lagebilds anpasst. Vielleicht k\u00f6nnte die <\/span><b>Ukraine<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> auch ein zuverl\u00e4ssiger <\/span><b>Lieferant<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> dieser Systeme werden, wodurch europ\u00e4ische Verteidigungsausgaben zugleich die Ukraine unterst\u00fctzen w\u00fcrden. Problematisch bleibt die Kluft zwischen dem milit\u00e4risch N\u00f6tigen und den ethischen sowie rechtlichen Herausforderungen im Hinblick auf <\/span><a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.bmeia.gv.at\/themen\/abruestung\/konventionelle-waffen\/autonome-waffensysteme\"><span style=\"font-weight: 400;\">autonome Waffensysteme<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>Europa muss sich endlich entscheiden<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400; color: #000000;\">Die Ukraine hat sich f\u00fcr Europa entschieden. Europa muss sich f\u00fcr die Ukraine entscheiden. Nur so kann der alte Kontinent seine eigene Sicherheit gew\u00e4hrleisten. Nur so kann ein expansives Russland deutlich abgeschw\u00e4cht werden, und nur so kann eine genuin europ\u00e4ische Verteidigung entstehen. Um den n\u00f6tigen inneren Wandel in Russland f\u00fcr die Zeit nach dem schrecklichen Krieg voranzutreiben, muss Europa zudem die demokratische und liberale Opposition im Exil und im Land unterst\u00fctzen, sofern sie noch existiert. Das macht ein Wirken im Cyber-Raum, in traditionellen Medien, vor allem aber die direkte Beeinflussung von Schl\u00fcssel-Multiplikatoren wie Intellektuellen, Politikern und Kulturschaffenden n\u00f6tig. Ganz Europa muss gemeinsam und entschlossen handeln.<\/span><\/p>\n<p>Der Artikel wurde urspr\u00fcnglich f\u00fcr <a href=\"https:\/\/materie.at\/gk\/ukraine-vier-jahre-schrecken-ohne-ende\/\">&#8220;Materie&#8221;<\/a> verfasst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Morgennachrichten des 24. 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