
{"id":3894,"date":"2026-07-04T21:34:50","date_gmt":"2026-07-04T19:34:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paneuropa.at\/?p=3894"},"modified":"2026-07-04T21:34:50","modified_gmt":"2026-07-04T19:34:50","slug":"3894-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pan.thatscommunication.de\/en\/3894-2\/","title":{"rendered":"Paneuropa \u2013 Friedensprojekt und Freiheitsprojekt"},"content":{"rendered":"<p><em>Paneuropa, Richard Coudenhove-Kalergi, Otto von Habsburg: Dar\u00fcber sprach Paneuropa Pr\u00e4sident Rainhard Kloucek in seinem Vortrag f\u00fcr die Ritterakademie des Europ\u00e4ischen Weinritterordens (Ordo Equestris Vini Europae) im bisch\u00f6flichen Schloss Seggau. Das Paneuropa-Konzept macht Europa auf der B\u00fchne der Weltpolitik handlungsf\u00e4hig. Darum ist es heute aktueller denn je. Um zu bestehen muss Europa wirtschaftlich, politisch und milit\u00e4risch geeint und stark sein.<\/em><\/p>\n<p>Find English version below!<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u201eGegen Ende 1919 drehte ich, wie so oft, wieder einmal an meinem Globus. <\/span><span style=\"color: #000000;\">Ich suchte nach einer Formel, die es den Vereinigten Staaten erm\u00f6glichen sollte, sich dem V\u00f6lkerbund anzuschlie\u00dfen, ohne die Monroedoktrin preiszugeben. Ohne Amerika schien mir der V\u00f6lkerbund als Fragment und dem Untergang geweiht. Mit Amerika k\u00f6nnte er zum Auftakt eines neuen und besseren Zeitalters werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Pl\u00f6tzlich fiel mir die gerade Linie auf, die damals das demokratische Europa von der Sowjetunion trennte und die jenseits des Mittelmeeres ihre Fortsetzung fand in der Grenzlinie zwischen Britisch-Afrika und den Kolonien der europ\u00e4ischen Kontinentalstaaten. \u00d6stlich dieser afrikanischen Grenzlinie dehnte sich das Britische Weltreich in einem Riesen Borgen um den Indischen Ozean aus, von Kapstadt bis Sydney.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Dies gab mir den Schl\u00fcssel zur regionalen Gliederung der Welt in f\u00fcnf Gro\u00dfr\u00e4ume, eine Gliederung, die es den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion erm\u00f6glichen k\u00f6nnte, sich dem V\u00f6lkerbund anzuschlie\u00dfen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Von diesen f\u00fcnf Gro\u00dfr\u00e4umen war Panamerika bereits organisiert, ebenso der Norden der Alten Welt durch die Sowjetunion und ihr S\u00fcden durch das Britische Imperium. Im Fernen Osten versuchte Japan, einen mongolischen V\u00f6lkerblock mit China zu schaffen. Nur der f\u00fcnfte dieser Gro\u00dfr\u00e4ume, n\u00e4mlich Paneuropa, war noch v\u00f6llig desorganisiert. Und doch bildete er, zwischen der Linie Petsamo-Katanga und dem Atlantik, eine klare geographische Einheit, gest\u00fctzt auf eine gemeinsame Kultur, Geschichte und Tradition.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Sollte es nicht m\u00f6glich sein, diese sechsundzwanzig europ\u00e4ischen Demokratien zu einem Staatenbund nach dem Vorbild der panamerikanischen Union zusammenzuschlie\u00dfen? Das w\u00fcrde es den Vereinigten Staaten von Amerika gestatten dem V\u00f6lkerbund beizutreten, ohne Gefahr zu laufen, in europ\u00e4ische Konflikte verwickelt zu werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ebenso k\u00f6nnte unter dieser Voraussetzung auch die Sowjetunion dem V\u00f6lkerbund beitreten, ohne dessen Einmischung in innersowjetische Fragen bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen. Der Aufbau Paneuropas schien mir darum die notwendige Voraussetzung f\u00fcr die Universalisierung und Rettung des V\u00f6lkerbundes.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Je mehr ich \u00fcber diese Frage nachdachte, desto unwiderstehlicher f\u00fchlte ich mich von der Paneuropa-Idee angezogen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Bald war mir klar, dass Paneuropa der einzige Weg war, einen zweiten Weltkrieg zu verhindern.\u201c<\/span><\/p>\n<h5>Wie kam es zu Paneuropa?<\/h5>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nat\u00fcrlich war das nicht ich, der 1919 am Globus gedreht hat, sondern Richard Coudenhove-Kalergi. Die zitierten Zeilen schreibt er in seiner Autobiografie \u201eEin Leben f\u00fcr Europa\u201c als Einleitung des 10. Kapitels \u201ePaneuropa\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Diese Einleitung wirft in kurzen Worten ein Licht auf die damalige Weltlage. Das Ende des Ersten Weltkrieges brachte das Ende von vier Gro\u00dfreichen. Das deutsche Kaiserreich war ein nationales Gro\u00dfreich, das aber recht wenig Gebiete verlor. Das Osmanische Reich und das Habsburger Reich waren \u00fcbernationale Reiche, die in unterschiedliche Gebiete und sogenannte Nationalstaaten aufgeteilt wurden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das Russische Zarenreich hatte den Krieg verloren, die kommunistische Revolution ersetzte den Zaren durch Lenin und dann Stalin. Wie aber schon zuvor unter dem Zaren, war das Moskauer Reich unter der Herrschaft der Kommunisten expansionistisch ausgerichtet. Man denke an die Versuche, sich Polen (oder einen Teil davon) wieder zu holen. Der Versuch wurde durch das Wunder von Warschau vereitelt. Den polnischen Truppen gelang es mit Hilfe auch ukrainischer Verb\u00e4nde, die Rote Armee zur\u00fcckzuschlagen. Die versprochene Hilfe f\u00fcr den jungen Ukrainischen Staat in der Abwehr der Russen blieb dann leider aus. Die Ukraine wurde von Moskau niedergeworfen, was dann unter Stalin zum Holodomor, einem Genozid durch Hungertod, f\u00fchrte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das Britische Weltreich blieb bestehen. Es war aber offensichtlich bereits sehr schwach. Die neue Supermacht waren die USA. Ihr Eintritt in den Krieg besiegelte das Ende der Reiche. Die USA aber zogen sich wieder zur\u00fcck.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Coudenhove-Kalergi beschreibt diese Lage eben mit den Gro\u00dfm\u00e4chten USA, Japan oder Asien, Britisches Weltreich und Sowjetunion.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Afrika, das werfen ihm heute manche linke Historiker vor, nahm er als Gebiet wahr, das von europ\u00e4ischen M\u00e4chten als Kolonien beherrscht wurde. Gleichzeitig aber war der europ\u00e4ische Kontinent, dieser Fortsatz Asiens, wie Coudenhove-Kalergie sp\u00e4ter einmal schrieb, in einem Chaos Zustand.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Zersplittert in Kleinstaaten konnten zwar einzelne Kolonialm\u00e4chte davon tr\u00e4umen, nach wie vor Gro\u00dfm\u00e4chte zu sein, aber der Anspruch war mehr Wunschdenken als Wirklichkeit.<\/span><\/p>\n<h5>Die Zerst\u00f6rung eines grossen Binnenmarktes<\/h5>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der entscheidende Punkt aber war nicht nur das Ende europ\u00e4ischer M\u00e4chte, sondern auch das Ende eines gro\u00dfen Wirtschaftsraumes. \u00d6sterreich-Ungarn und Deutschland hatten eine Zollunion. Damit gab es eine Art Binnenmarkt von der Ostsee bis zur Adria und von der heutigen Westukraine bis an den Atlantik.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_3896\" style=\"width: 1532px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3896\" class=\"wp-image-3896 size-full\" src=\"https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/RK-redet-e1783661109928-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"1522\" height=\"1863\" srcset=\"https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/RK-redet-e1783661109928-1.jpeg 1522w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/RK-redet-e1783661109928-1-245x300.jpeg 245w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/RK-redet-e1783661109928-1-837x1024.jpeg 837w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/RK-redet-e1783661109928-1-768x940.jpeg 768w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/RK-redet-e1783661109928-1-1255x1536.jpeg 1255w\" sizes=\"auto, (max-width: 1522px) 100vw, 1522px\" \/><p id=\"caption-attachment-3896\" class=\"wp-caption-text\">Rainhard Kloucek bei seinem Vortrag in der Ritterakademie des Ordo Equestris Vini Europae.<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Jeder dieser neuen Kleinstaaten versuchte, die wirtschaftlichen Probleme durch Z\u00f6lle zu exportieren. Damit aber wurde der Markt und damit der freie Handel nur behindert, die Probleme wurden nicht gel\u00f6st sondern nur gr\u00f6\u00dfer gemacht. Gemeinsam mit den Volksgruppen, die in den neuen sogenannten Nationalstaaten nicht der Nation der Mehrheitsbev\u00f6lkerung angeh\u00f6rten, ergab das eine brutale Gemengelage.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden gro\u00dfen Kriegen sind Teil der Geschichte der sogenannten Zwischenkriegszeit, was manche dazu bringt, Ersten und Zweiten Weltkrieg als Einheit zu sehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Aber das ist eine andere Geschichte, hier soll es um Paneuropa und um den Paneuropa-Gr\u00fcnder Richard Coudenhove-Kalergi gehen. Mein Ziel ist es, den Vortrag so zu gestalten, dass danach auch noch Zeit f\u00fcr Diskussion ist, also bitte Fragen, Anmerkungen und Kritikpunkte notieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wer war also dieser Richard Coudenhove-Kalergi, der Prophet Europas, wie er auch immer wieder genannt wird. Eine schillernde Pers\u00f6nlichkeit war er ganz sicher, eine polarisierende ist er nach wie vor. Damals war er der Feind aller Rassisten, Nationalisten und Revanchisten, also der sogenannten Rechten (den Begriff verwende ich ungern weil ich das rechts-links Schema f\u00fcr \u00fcberholt halte, aber der Einfachheit halber bleibe ich jetzt einmal in diesem Schema), heute werfen ihm Linke vor, selbst ein Rassist und Kolonialist gewesen zu sein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Vielfach beruhten diese Bewertungen auf ideologischen Vorurteilen und nat\u00fcrlich auch auf einzelnen, aus dem Zusammenhang gerissenen, Aussagen und Schriften des Paneuropa-Gr\u00fcnders, aus denen dann Verschw\u00f6rungsfantasien gebastelt werden. Ein Beispiel m\u00f6chte ich hier anf\u00fchren: Der Kalergi-Plan:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das ist eine der Verschw\u00f6rungsphantasien, die sich auf Coudenhove-Kalergi beziehen, konkret auf eine Schrift, in der er von der Vermischung der V\u00f6lker schreibt. Das wird nun als konkreter Plan dargestellt, den er damals entworfen habe. Deshalb habe dann die EU die Migrationswelle gestartet und Angela Merkel habe den Europapreis Coudenhove-Kalergi wegen ihrer Willkommenskultur, durch die die einheimische Bev\u00f6lkerung verdr\u00e4ngt werde, bekommen.<\/span><\/p>\n<h5>Wie Verschw\u00f6rungsfantasien entstehen<\/h5>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Bei einer oberfl\u00e4chlichen Betrachtung klingt das nach einem Plan. Bei einer seri\u00f6sen Betrachtung bleibt eben nur eine Verschw\u00f6rungsphantasie \u00fcbrig. Angela Merkel hat den Europapreis Coudenhove-Kalergi nicht wegen der Willkommenskultur bekommen. Sie hat ihn wegen der Eitelkeit einiger jener Leute bekommen, die \u00fcber die Vergabe des Preises bestimmen. Ich nenne nur zwei Namen jener Pers\u00f6nlichkeiten, die gegen diese Preisverleihung waren: Otto von Habsburg und ich selber. Die anderen wollten schlicht und einfach ein Foto mit Genossin Merkel.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Richard Coudenhove-Kalergi war auch kein Propagandist f\u00fcr die Ausl\u00f6schung der Identit\u00e4t der europ\u00e4ischen V\u00f6lker. Im Gegenteil. Er hat schlicht und einfach eine Situation beschrieben und in die Zukunft projiziert. Die Situation l\u00e4sst sich am einfachsten mit seinem Lebensgang beschreiben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Als er mit den Eltern nach Europa kam, gab es neben seiner Mutter in Wien eine zweite Japanerin. Die Frau von Julius Meinl. Familiengr\u00fcndungen \u00fcber nationale Grenzen hinweg waren zwar im Hochadel \u00fcblich, aber nicht in der Bev\u00f6lkerung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die war ja auch nicht mobil. Genau diese dann kommende Mobilit\u00e4t weit \u00fcber nationale Grenzen hinweg aber hat Verbindungen erm\u00f6glicht, die es davor nicht gab, weil die Leute gar nie zusammengekommen sind. Als die Coudenhoves von Japan nach Europa kamen dauerte das mit Schiff und Bahn Wochen. Als er \u00fcber diese Ver\u00e4nderungen geschrieben hat, gab es bereits Verkehrsflugzeuge.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Zur\u00fcck zu den Fakten \u00fcber Richard Coudenhove-Kalergi. Der Mann hat ein reiches literarisches Erbe an B\u00fcchern, dokumentierten Reden, Memoranden etc. hinterlassen. 1922 hat er \u201ePaneuropa. Ein Vorschlag\u201c ver\u00f6ffentlicht, einzelne Aufs\u00e4tze erschienen schon davor. Gestorben ist er 1972. Da gibt es ein halbes Jahrhundert, in dem er sich zu Wort gemeldet hat. Das war also eine Periode vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zur Hochbl\u00fcte des Kalten Krieges, eine Zeit, in der es massive geopolitische Verschiebungen gegeben hat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Coudenhove hat vieles geschrieben, was aus der Zeit heraus stammte, und heute unverst\u00e4ndlich klingt, weil eben andere Wege eingeschlagen wurden, er hat aber auch vieles aus der Zeit heraus geschrieben, was in seinen Aussagen zeitlose G\u00fcltigkeit hat. Ich denke hier ganz konkret an sein \u201eTotaler Mensch \u2013Totaler Staat\u201c, aber auch an \u201eStalin &amp; Co\u201c und nat\u00fcrlich auch \u201ePaneuropa\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Geboren wurde er in Tokio in Japan. Am 17. November 1894. Neben Richard trug er auch den japanischen Namen Ejiro. In Europa w\u00e4re noch der 16. November gewesen. Gestorben ist er am 27. Juli 1972 in Schruns in Vorarlberg.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_3897\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897\" class=\"wp-image-3897 size-full\" src=\"https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Altar-scaled-e1783193575627-1.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"1067\" srcset=\"https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Altar-scaled-e1783193575627-1.jpg 800w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Altar-scaled-e1783193575627-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/pan.thatscommunication.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Altar-scaled-e1783193575627-1-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><p id=\"caption-attachment-3897\" class=\"wp-caption-text\">Im Schloss Seggau, Bischofssitz, fand die Ritterakademie statt. Das Bild zeigt den Altar in der Marienkapelle. Die geistigen Grundlagen Europa sind f\u00fcr den Ordo Equestris Vini Europae genauso wichtig wie f\u00fcr Paneuropa.<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Sein Vater war Heinrich Coudenhove-Kalergi, der als Gesandter des \u00f6sterreichischen Kaisers die Habsburger-Monarchie in Japan vertrat. Er war ein belesener und gebildeter Mann, der unter anderem in Czernowitz studiert hatte. Die Familie hatte Vorfahren in so ziemlich allen Teilen Europas. Sein Stammschloss lag in Ronsperg in B\u00f6hmen, recht nah an der bayerischen Grenze.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Seine Mutter war Japanerin, die sein Vater in Tokio kennengelernt hatte und dann auch geheiratet hat. 1896 kehre die Familie nach Europa, nach Ronsperg zur\u00fcck.<\/span><\/p>\n<h5>Die kosmopolitische Insel in B\u00f6hmen<\/h5>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das Schloss Ronsperg, in dem der kleine Richard aufgewachsen ist, war so etwas wie eine<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>kosmopolitische Insel. Es gab eine reichhaltige Bibliothek. Der Vater hatte immer wieder Gespr\u00e4chspartner aus ganz unterschiedlichen Regionen der Welt als G\u00e4ste. Der damals schon sehr starke Nationalismus war in der Familie unbekannt. Nur einmal, so erz\u00e4hlt Richard, sei er Nationalist gewesen: Als er mit seinem Bruder Heinrich \u00fcber die Aufteilung der G\u00fcter sprach, die in unterschiedlichen Gebieten der Monarchie lagen. Da wurde der eine zum ungarischen, der andere zum tschechischen Nationalisten. Das war eine Kindergeschichte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Richard dachte in Kontinenten. Der Vater stand f\u00fcr Europa, die Mutter f\u00fcr Asien. Als jemand der in Japan geboren wurde und erst dann nach Europa kam, konnte er \u2013 so sagen viele Kenner \u2013 Europa wohl als Ganzes sehen und nicht nur als Zusammenarbeit von Nationalstaaten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Er sprach auch von der europ\u00e4ischen Nation, die die verschiedenen anderen Nationen in Europa vereine, weil es eben gemeinsame kulturelle Grundlagen gibt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Er war dann nach dem Zweiten Weltkrieg in einem engen Kontakt zum franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Charles de Gaulle. Der sprach gerne vom Europa der Vaterl\u00e4nder. Coudenhove antwortete dann mit dem Mutterland Europa.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das Paneuropa-Konzept, wie es Richard Coudenhove-Kalergi vor 100 Jahren entworfen hat, folgt einem geopolitischen Ansatz. Ziel war damals nicht die Vereinheitlichung m\u00f6glichst hoher Steuers\u00e4tze oder ein europaweit umverteilender Wohlfahrtstaat, sondern die Neufassung einer europ\u00e4ischen Ordnung. Nicht im Sinne eines \u2013 wohl auch damals schon \u2013 unrealistischen Zur\u00fcck zur alten Ordnung, sondern im Sinne einer Struktur, die Europa als weltpolitische Handlungseinheit wiederherstellen, und es nicht zu einem Spielball au\u00dfereurop\u00e4ischer M\u00e4chte machen w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n<h5>Ein geopolitisches Konzept<\/h5>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Deshalb stand im Zentrum seiner \u00dcberlegungen erstens eine europ\u00e4ische Au\u00dfenpolitik \u2013 um auf der B\u00fchne der Weltpolitik nicht von anderen beherrscht zu werden \u2013, zweitens eine europ\u00e4ische Sicherheitspolitik \u2013 um in dieser Frage nicht von anderen abh\u00e4ngig und damit dominiert zu werden, oder in einen neuerlichen innereurop\u00e4ischen Krieg gezogen zu werden \u2013, sowie drittens der Abbau s\u00e4mtlicher innereurop\u00e4ischer Zollschranken.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Heute w\u00fcrde man das als freien Binnenmarkt bezeichnen, also Europa als eine Zone des Freihandels. Dazu kam damals schon die \u00dcberlegung einer gemeinsamen W\u00e4hrung, die in Coudenhoves-Konzept auf dem damals noch existierenden Goldstandard beruhte, und ein europ\u00e4isches Bundesgericht, also das was wir heute als Europ\u00e4ischen Gerichtshof haben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Freiheit der B\u00fcrger, Eigenverantwortung, und ein Staat, der sich auf das Setzen der Rahmenbedingungen im Sinne eines Rechtsstaates beschr\u00e4nkt, waren eine weitere Basis seiner damaligen \u00dcberlegungen f\u00fcr die europ\u00e4ische Einigung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und: Paneuropa war ganz eindeutig ein Friedenskonzept. Die europ\u00e4ische Einigung sollte Kriege zwischen europ\u00e4ischen Staaten und V\u00f6lkern in Zukunft verhindern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">1926 fand in Wien der erste Paneuropa Kongress statt, bei dem ganz konkret \u00fcber notwendige Ma\u00dfnahmen zur Einigung gesprochen wurde. Wenn man die Dokumente von damals liest und das mit den heutigen Diskussionen vergleicht, dann hat man das Gef\u00fchl, dass wir noch immer vor den gleichen Herausforderungen stehen, dass kleinkariertes Denken in b\u00fcrokratischen Mustern so manche Verbesserung verhindert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ich denke da beispielsweise an die Idee des Binnenmarktes und die gigantische Fantasie nationaler B\u00fcrokratien bei der Schaffung protektionistischer Ma\u00dfnahmen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das Friedenskonzept stand auch an vorderster Front bei der realpolitischen Umsetzung der europ\u00e4ischen Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Erzfeinden Frankreich und Deutschland war notwendig, um k\u00fcnftige Kriege zu verhindern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Es war deshalb auch logisch, dass es diesen deutsch-franz\u00f6sischen Motor gab. Konnten die beiden sich einigen, so war das immer eine gute Voraussetzung daf\u00fcr, dass auch die anderen zustimmen konnten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das war in der Sechser, Neuner oder Zw\u00f6lfer-Gemeinschaft auch noch recht einfach, weil es sich um recht homogene L\u00e4nder handelte. Mit der danach folgenden Erweiterung war das schon schwieriger geworden. Schon die L\u00e4nder, die 1995 dazu kamen, hatten aufgrund ihrer Neutralit\u00e4t eine andere Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der Eintritt vieler L\u00e4nder des ehemaligen Sowjetblocks \u00e4nderte die Lage nochmals. Fast ein halbes Jahrhundert unter Moskaus Herrschaft hat Spuren hinterlassen.<\/span><\/p>\n<h5>Das franz\u00f6sisch-deutsche Direktorium<\/h5>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das ist keine Kritik an der Erweiterung, es ist aber eine Kritik an jenen westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern, die gemeint haben, es w\u00fcrde weiter wie bisher laufen. Das franz\u00f6sisch-deutsche Direktorium, von dem der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Chirac einst sprach, war zu sehr im Hegemoniegedanken verankert, als es h\u00e4tte erfolgreich sein k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das Friedenskonzept war jedenfalls erfolgreich. Bei allen Schwierigkeiten in der Entscheidungsfindung, ist auch heute noch ein Krieg zwischen EU-L\u00e4ndern ausgeschlossen. Und es ist so attraktiv, dass nach wie vor zahlreiche L\u00e4nder in die EU wollen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Allerdings war dieses Friedenskonzept nur nach innen gerichtet, hat keine au\u00dfenpolitische oder sicherheitspolitische Dimension entwickelt. In der Sicherheitspolitik hat man sich auf die USA und die Nato verlassen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Sehr deutlich wurde das bereits beim Auseinanderfallen Jugoslawiens. Erst der Einsatz der Amerikaner, der Nato, gegen den Genozidversuch an den Kosovaren durch den serbischen Kriegsverbrecher Slobodan Milosevic, stoppte die Balkankriege.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In der EU hat man die Lehren damals nicht gezogen, man war mit der Erweiterung besch\u00e4ftigt und gab sich weiter der Illusion hin, dass Kriege wie wir sie kannten, in Europa nicht mehr vorkommen w\u00fcrden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Innenwirkung des Friedensprojektes europ\u00e4ische Einigung hat also funktioniert. Die Au\u00dfenwirkung funktioniert nicht. Europa hat sich nach dem Ende des Kalten Krieges einer tr\u00fcgerischen Friedensillusion hingegeben und seine Verteidigungsf\u00e4higkeit abgebaut, ja sogar zerst\u00f6rt. Die Friedensdividende war verlockend, aber Entwicklungen au\u00dferhalb der EU haben uns gelehrt, dass die Idee von Eroberungsfeldz\u00fcgen oder Kolonialkriegen nach wie vor aktuell ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wir m\u00fcssen also diesem Friedensprojekt Europa eine Au\u00dfenwirksamkeit verschaffen. Europa, die Europ\u00e4ische Union, braucht deshalb eine europ\u00e4ische Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik. Der langj\u00e4hrige Pr\u00e4sident und nunmehrige Ehrenpr\u00e4sident der Paneuropabewegung \u00d6sterreich, der Protector des Ordo Equestris Vini Europae, hat das in einer Rede zur Zukunft Europas einmal so formuliert:<\/span><\/p>\n<h5>Wir brauchen eine europ\u00e4ische Au\u00dfenpolitik<\/h5>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u201eEurop\u00e4ische Au\u00dfenpolitik bedeutet nicht nur Koordinierung der Au\u00dfenpolitik von 27 Mitgliedsl\u00e4ndern durch den Hohen Vertreter f\u00fcr die gemeinsame Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik, sondern ein EU-Au\u00dfenministerium mit einem Au\u00dfenminister (oder einer Au\u00dfenministerin) an der Spitze.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Dazu brauchen wir einen Kern einer europ\u00e4ischen Verfassung, in der genau diese au\u00dfenpolitische Kompetenz f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union festgeschrieben wird. Ein Punkt \u00fcbrigens, der auch allen Anforderungen der Subsidiarit\u00e4t entsprechen w\u00fcrde. So wie jetzt jeder Au\u00dfenminister der parlamentarischen Kontrolle seines Landes unterliegt, w\u00fcrde ein EU-Au\u00dfenminister der parlamentarischen Kontrolle des direkt von den B\u00fcrgern der EU gew\u00e4hlten Europ\u00e4ischen Parlamentes unterliegen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Hier geht es genau um jene Frage der Souver\u00e4nit\u00e4t, von der viele nationale Egoisten so gerne sprechen. Denn Souver\u00e4nit\u00e4t, meine Damen und Herren, bedeutet im konkreten Fall die F\u00e4higkeit zu handeln und zu gestalten. Eine europ\u00e4ische Au\u00dfenpolitik w\u00fcrde vom Potenzial einen eindeutigen Mehrwert gegen\u00fcber einer reinen Nationalstaatspolitik bringen.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">100 Jahre nach Gr\u00fcndung der Paneuropa-Union ist also dieses geopolitische Konzept nach wie vor g\u00fcltig. Eben weil es nicht realisiert ist, braucht es eine Organisation wie Paneuropa.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Neben diesem geopolitischen Ansatz steht der Grundsatz der Freiheit und des Rechtsstaates in den Grundlagen Paneuropas. Der Rechtsstaat sch\u00fctzt Recht und Freiheit, er setzt nicht pers\u00f6nliche \u2013 ideologische \u2013 Gl\u00fccks- oder Wohlfahrtsvorstellungen durch staatlichen Zwang durch.<\/span><\/p>\n<h5>Die Seele Europas<\/h5>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Richard Coudenhove-Kalergi hat die Freiheit einmal als die Seele Europas bezeichnet. Otto von Habsburg, der Paneuropa \u00fcber drei Jahrzehnte gef\u00fchrt hat, bezeichnete die Freiheit als die gr\u00f6\u00dfte Leistung der Zivilisation.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Mit zwei Zitaten der beiden gro\u00dfen Paneurop\u00e4er, in denen es um die Freiheit, um den Staat und die Aufgaben der Politik geht, m\u00f6chte ich zum Ende dieses Vortrages kommen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Richard Coudenhove-Kalergi in Totaler Mensch \u2013 Totaler Staat<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u201eDer Mensch ist ein Gesch\u00f6pf Gottes.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der Staat ist ein Gesch\u00f6pf des Menschen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Darum ist der Staat um des Menschen willen da \u2014 und nicht der Mensch um des Staates willen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Menschen ohne Staaten sind denkbar \u2014 Staaten ohne Menschen sind undenkbar.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der Mensch ist ein Ziel: kein Mittel.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der Staat ist ein Mittel: kein Ziel.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der Wert eines Staates ist genauso gro\u00df wie sein Dienst am Menschen: Soweit er der Entfaltung des Menschen dient, ist er gut \u2014 sobald er die Entfaltung des Menschen hemmt, ist er schlecht.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Otto von Habsburg, zitiert nach \u201eMut zur Pflicht\u201c<\/span><\/p>\n<h5>Die gr\u00f6\u00dfte Leitung der Zivilisation<\/h5>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u201eWollten wir eine Richtlinie und ein Programm f\u00fcr die Zukunft erarbeiten, dann ist vor allem zu kl\u00e4ren, was der tiefere Sinn der Politik ist. Dieser ist nicht Machterhalt und Machtaus\u00fcbung, wie die meisten zeitgen\u00f6ssischen B\u00fcrokraten glauben, sondern Dienst an den ewigen Werten, die da sind: Recht, Freiheit und Menschlichkeit. Ihre Sicherung ist das Wesen und die Rechtfertigung des Staates. Die Politik ist dazu da, diesen Idealen zu dienen. Das ist die Perspektive, in welche die Mittel, Wege und Programme der Politik gestellt werden m\u00fcssen. Diese haben keinen absoluten, sondern blo\u00df einen relativen Wert. Das Mittel tr\u00e4gt seine Rechtfertigung nicht in sich selbst, es ist neutral, weder gut noch b\u00f6se, und kann nur im Verh\u00e4ltnis zu seinem Zweck beurteilt werden. Steht es im Dienste der richtig verstandenen Staatsidee, dann ist es gut; tut es dies nicht, ist es schlecht. Es darf daher auf keinen Fall \u00fcberbewertet werden.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Schlie\u00dfen darf ich mit einer herzlichen Einladung zum Paneuropa-Kongress, hundert Jahre nach dem ersten Paneuropa-Kongress: 1. bzw. 2. und 3. Oktober 2026 in Wien.<\/span><\/p>\n<p>Fotos: Joachim Rodler, Rainhard Kloucek<\/p>\n<p>Das Beitragsbild entstand nach der Ordensandacht in der Michael-Kapelle im Schloss Seggau.<\/p>\n<h2>Paneuropa \u2013 a concept for peace and liberty<\/h2>\n<p>\u201eTowards the end of 1919, as I had done so many times before, I once again spun my globe.<\/p>\n<p>I was searching for a formula that would allow the United States to join the League of Nations without abandoning the Monroe Doctrine. Without America, the League of Nations seemed to me nothing more than a fragment, destined to fail. With America, however, it could become the beginning of a new and better era.<\/p>\n<p>Suddenly, my attention was drawn to the straight line that, at that time, separated democratic Europe from the Soviet Union, and which, beyond the Mediterranean, continued as the frontier between British Africa and the colonies of the continental European powers. To the east of this African boundary stretched the British Empire in a vast arc around the Indian Ocean, from Cape Town to Sydney.<\/p>\n<p>This provided me with the key to a regional organization of the world into five great spheres\u2014a structure that could enable both the United States and the Soviet Union to join the League of Nations.<\/p>\n<p>Of these five great spheres, Pan-America was already organized, as was the northern part of the Old World under the Soviet Union and its southern part under the British Empire. In the Far East, Japan was attempting to establish a Mongolian bloc of nations together with China. Only the fifth of these great spheres\u2014Paneurope\u2014remained completely unorganized. Yet between the Petsamo\u2013Katanga line and the Atlantic lay a clear geographical unit, united by a common culture, history, and tradition.<\/p>\n<p>Would it not be possible to unite these twenty-six European democracies in a federation of states modeled on the Pan-American Union? Such an arrangement would allow the United States of America to join the League of Nations without running the risk of becoming entangled in European conflicts.<\/p>\n<p>Under these same conditions, the Soviet Union could likewise join the League of Nations without fearing interference in its internal affairs. The creation of Paneurope therefore seemed to me the indispensable prerequisite for the universalization and salvation of the League of Nations.<\/p>\n<p>The more I reflected upon this question, the more irresistibly I found myself drawn to the idea of Paneurope.<\/p>\n<p>It soon became clear to me that Paneurope was the only way to prevent a second world war.\u201c<\/p>\n<p>Of course, it was not I who was turning a globe in 1919, but Richard Coudenhove-Kalergi. The passages I have just quoted are taken from the introduction to Chapter 10, \u201cPaneurop\u201c, in his autobiography \u201eA Life for Europe\u201c.<\/p>\n<p>In just a few paragraphs, this introduction vividly captures the geopolitical situation of the time. The end of the First World War also marked the end of four great empires. The German Empire, although a national empire, lost comparatively little territory. The Ottoman Empire and the Habsburg Empire, both multinational empires, were dismantled and divided into various territories and the so-called nation-states. The Russian Empire had lost the war, and the Communist Revolution replaced the Tsar first with Lenin and later with Stalin. Yet, just as under the Tsars, the Moscow-based empire remained fundamentally expansionist under Communist rule. One need only recall the attempts to reclaim Poland\u2014or at least parts of it. These ambitions were thwarted by the Miracle on the Vistula. Polish forces, aided by Ukrainian units, succeeded in defeating the Red Army. Tragically, however, the promised support for the young Ukrainian state in defending itself against Russia never materialized. Ukraine was eventually crushed by Moscow, culminating under Stalin in the Holodomor\u2014a genocide carried out through deliberate starvation.<\/p>\n<p>The British Empire remained intact, but it was already showing unmistakable signs of decline. The new global superpower was the United States. Its entry into the war sealed the fate of the old empires. Yet after the war, America withdrew once again from European affairs.<\/p>\n<p>Coudenhove-Kalergi described this world in terms of the great powers: the United States, Japan\u2014or Asia more broadly\u2014the British Empire, and the Soviet Union. Some contemporary historians on the political left criticize him for viewing Africa primarily as a continent ruled by European colonial powers. At the same time, however, the European continent\u2014that western peninsula of Asia, as Coudenhove-Kalergi would later describe it\u2014was itself in a state of chaos. Fragmented into small states, a number of former colonial powers still imagined themselves to be great powers, but this was increasingly wishful thinking rather than political reality.<\/p>\n<p>The decisive issue, however, was not merely the decline of the European powers, but also the collapse of a vast common economic area. Austria-Hungary and Germany had formed a customs union, creating what amounted to an internal market stretching from the Baltic Sea to the Adriatic and from what is now western Ukraine to the Atlantic. Each of the newly created small states attempted to export its economic problems through tariffs. The result was not a solution but rather the fragmentation of the market, the obstruction of free trade, and the worsening of economic difficulties.<\/p>\n<p>Combined with the fact that many ethnic groups within the new nation-states did not belong to the nationality of the majority population, this created an explosive political situation. The numerous armed conflicts that erupted between the two world wars form an integral part of what we call the interwar period\u2014leading some historians to regard the First and Second World Wars as two phases of a single prolonged conflict.<\/p>\n<p>But that is another story. Today, our focus is Paneurope and its founder, Richard Coudenhove-Kalergi.<\/p>\n<p>My aim is to leave enough time for discussion afterwards, so I would encourage you to note down any questions, comments, or points of criticism as we proceed.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>So who, then, was this Richard Coudenhove-Kalergi\u2014the &#8220;Prophet of Europe,&#8221; as he has often been called?<\/p>\n<p>He was undoubtedly a remarkable and charismatic personality, and he remains a deeply polarizing figure to this day. In his own time, he was regarded as an enemy by racists, nationalists, and revanchists\u2014that is, by what we would broadly call the political right. (I use this term reluctantly, since I consider the traditional left\u2013right distinction increasingly outdated, but for the sake of simplicity I will remain within that framework for now.) Today, by contrast, some voices on the political left accuse him of having been a racist and a colonialist himself.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Many of these judgments are based less on a careful reading of his work than on ideological preconceptions. They frequently rely on isolated quotations or passages taken out of context, from which conspiracy theories have subsequently been constructed.<\/p>\n<p>One example is the so-called &#8220;Kalergi Plan.&#8221;<\/p>\n<p>This is one of the most widespread conspiracy theories associated with Coudenhove-Kalergi. It is based on a passage in which he discusses the long-term mixing of peoples. This observation has been falsely presented as though it were a concrete political blueprint that he had designed. According to this narrative, the European Union later implemented this supposed plan by encouraging mass migration, and Angela Merkel was awarded the Coudenhove-Kalergi European Prize because of her refugee policy, allegedly intended to replace Europe&#8217;s native populations.<\/p>\n<p>At first glance, this may sound like a coherent story. Upon closer and more serious examination, however, it proves to be nothing more than a conspiracy theory.<\/p>\n<p>Angela Merkel did not receive the Coudenhove-Kalergi European Prize because of her refugee policy. She received it largely because of the vanity of some of those responsible for awarding the prize. I will mention only two people who opposed the decision: Otto von Habsburg\u2014and myself. Others simply wanted a photograph with Chancellor Merkel.<\/p>\n<p>Nor was Richard Coudenhove-Kalergi an advocate of erasing the identities of Europe&#8217;s peoples. Quite the contrary. He was simply describing developments that he observed and projecting them into the future.<\/p>\n<p>His own life provides perhaps the best illustration of this.<\/p>\n<p>When he arrived in Europe with his parents, there were only two Japanese women living in Vienna: his mother and the wife of Julius Meinl. Marriages across national and cultural boundaries were common among Europe&#8217;s high aristocracy, but they were extremely rare among the general population, which was far less mobile.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>It was precisely the unprecedented increase in mobility across national borders that later made such relationships commonplace. Earlier generations simply had little opportunity to meet people from distant countries. When the Coudenhove family travelled from Japan to Europe, the journey by ship and rail took several weeks. By the time Richard Coudenhove-Kalergi wrote about these developments, commercial air travel had already become a reality.<\/p>\n<p>Let us return to the facts of his life.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Richard Coudenhove-Kalergi left behind an extensive literary legacy consisting of books, documented speeches, memoranda, and numerous essays. In 1922 he published Paneurope: A Proposal, although several of the underlying essays had already appeared earlier. He died in 1972. This means that for roughly half a century\u2014from the end of the First World War to the height of the Cold War\u2014he remained an active public intellectual, commenting on an era marked by profound geopolitical transformations.<\/p>\n<p>Some of what Coudenhove-Kalergi wrote naturally reflects the assumptions and circumstances of his own time and may sound unfamiliar today because history took different paths. Yet much of his work has retained its relevance. I am thinking in particular of The Totalitarian State and the Total Man, but also Stalin &amp; Co. and, of course, Paneurope.<\/p>\n<p>Richard Coudenhove-Kalergi was born in Tokyo, Japan, on 17 November 1894. Alongside the name Richard, he also bore the Japanese name Eijiro. Owing to the time difference, it was still 16 November in Europe. He died on 27 July 1972 in Schruns, in the Austrian province of Vorarlberg.<\/p>\n<p>His father, Heinrich Coudenhove-Kalergi, served as the Austro-Hungarian Emperor&#8217;s envoy to Japan. He was an exceptionally well-read and cultivated man who had studied, among other places, in Czernowitz. The family&#8217;s ancestry reached into virtually every corner of Europe. Their ancestral castle stood at Ronsperg in Bohemia, not far from the Bavarian border.<\/p>\n<p>His mother was Japanese. Heinrich had met and married her while serving in Tokyo. In 1896 the family returned to Europe and settled at Ronsperg Castle.<\/p>\n<p>The castle where young Richard grew up was something of a cosmopolitan island. It contained an extensive library, and his father regularly welcomed guests from many different parts of the world. The aggressive nationalism that was already spreading across Europe was virtually unknown within the family.<\/p>\n<p>Richard later recalled only one occasion on which he himself became a nationalist\u2014as a child. While discussing with his brother Heinrich how the family&#8217;s estates, located in different parts of the Habsburg Monarchy, might one day be divided, one brother jokingly became a Hungarian nationalist, the other a Czech nationalist. It was nothing more than a childhood game.<\/p>\n<p>Richard thought in terms of continents rather than nation-states. His father represented Europe; his mother represented Asia. Because he had been born in Japan and only later came to Europe, many scholars believe he was able to perceive Europe as a single civilization rather than merely as a collection of independent states.<\/p>\n<p>He even spoke of a European nation that embraced the many nations of Europe because they shared common cultural foundations.<\/p>\n<p>After the Second World War, he maintained close contacts with French President Charles de Gaulle. De Gaulle liked to speak of a &#8220;Europe of Fatherlands.&#8221; Coudenhove-Kalergi responded by speaking instead of &#8220;Mother Europe.&#8221;<\/p>\n<p>The concept of Paneurope, as Richard Coudenhove-Kalergi developed it one hundred years ago, was fundamentally geopolitical in nature.<\/p>\n<p>Its objective was not the harmonization of tax rates, nor the creation of a Europe-wide redistributive welfare state. Rather, it sought to establish a new European order\u2014not by attempting the unrealistic restoration of the old order, but by creating a political structure capable of restoring Europe as a decisive actor in world affairs, instead of allowing it to become a pawn of non-European powers.<\/p>\n<p>Three priorities therefore lay at the heart of his vision. First, a common European foreign policy, enabling Europe to act independently on the global stage instead of being dominated by others.<\/p>\n<p>Second, a common European security policy, ensuring that Europe would neither become dependent on external powers nor once again descend into wars among its own nations.<\/p>\n<p>Third, the complete removal of customs barriers within Europe.<\/p>\n<p>Today, we would describe this as a genuine European single market\u2014a continent-wide area of free trade. Coudenhove-Kalergi also envisaged a common currency, which in his own time would naturally have been based on the international gold standard, as well as a European federal court, resembling what today is the European Court of Justice.<\/p>\n<p>Individual liberty, personal responsibility, and a state whose primary role is to establish the legal framework of a constitutional democracy formed another essential pillar of his vision for European unity.<\/p>\n<p>Above all, however, Paneurope was conceived as a peace project. European integration was intended to prevent future wars between the nations and peoples of Europe.<\/p>\n<p>In 1926, the first Paneurope Congress was held in Vienna, where participants discussed practical steps toward European unification. Reading the documents from that congress today and comparing them with current debates leaves one with the striking impression that we continue to face many of the same challenges. Petty bureaucratic thinking still too often prevents meaningful progress. One need only consider the single market and the remarkable creativity with which national bureaucracies continue to invent new forms of protectionism.<\/p>\n<p>The ideal of peace also became the guiding principle behind the practical realization of European integration after the Second World War.<\/p>\n<p>The close cooperation between the former arch-enemies France and Germany was essential if future wars were to be avoided. It was therefore entirely logical that the Franco-German partnership became the engine of European integration. Whenever these two countries reached agreement, it usually created the conditions for the other member states to follow.<\/p>\n<p>This worked relatively smoothly when the European Community consisted of six, then nine, and later twelve members, since these countries were broadly similar in their historical experiences and political development. Subsequent enlargements, however, made consensus more difficult.<\/p>\n<p>Even the countries that joined in 1995 brought with them distinct historical experiences as neutral states during the Cold War. The accession of many countries from the former Soviet bloc fundamentally transformed the Union once again. Nearly half a century under Moscow&#8217;s domination had inevitably left lasting political and cultural legacies.<\/p>\n<p>This is not a criticism of enlargement itself. Rather, it is a criticism of those Western European governments that assumed the enlarged Union could continue to function exactly as before. The notion of a Franco-German directorate\u2014an expression once used by French President Jacques Chirac\u2014remained too deeply rooted in ideas of political hegemony to succeed in a much larger and more diverse Europe.<\/p>\n<p>Nevertheless, the peace project itself has undoubtedly been successful. Despite all the difficulties involved in reaching political decisions, war between member states of the European Union has become virtually inconceivable. The Union remains so attractive that many countries continue to seek membership.<\/p>\n<p>Yet this peace project was directed almost exclusively inward. It never developed a corresponding foreign or security policy capable of projecting stability beyond the Union&#8217;s borders. In matters of defence, Europe relied overwhelmingly on the United States and NATO.<\/p>\n<p>This became painfully clear during the breakup of Yugoslavia. Only the intervention of the United States and NATO against the attempted genocide of the Kosovo Albanians by the Serbian war criminal Slobodan Milosevic finally brought the Balkan wars to an end.<\/p>\n<p>The European Union failed to draw the necessary lessons from that experience. Instead, it concentrated on enlargement while continuing to believe that large-scale wars of the kind Europe had known in the past had become impossible.<\/p>\n<p>Thus, the internal dimension of the European peace project succeeded, while its external dimension remained underdeveloped.<\/p>\n<p>Following the end of the Cold War, Europe succumbed to a dangerous illusion of lasting peace. It steadily reduced\u2014and in some areas effectively dismantled\u2014its own defence capabilities. The so-called peace dividend appeared highly attractive. Yet developments beyond the European Union have demonstrated that wars of conquest and imperial ambitions have by no means disappeared from history.<\/p>\n<p>For that reason, Europe must now give its peace project an effective external dimension. The European Union requires a genuine common foreign and security policy.<\/p>\n<p>The long-serving President \u2014 and now Honorary President \u2014 of the Austrian Paneurope Movement, who is also Protector of the Ordo Equestris Vini Europae, Karl von Habsburg once expressed this vision in a speech on Europe&#8217;s future:<\/p>\n<p>&#8220;European foreign policy means far more than coordinating the foreign policies of twenty-seven member states through the High Representative for Foreign Affairs and Security Policy. It requires a genuine European Ministry of Foreign Affairs, headed by a European Foreign Minister.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>To achieve this, we need a core European constitution that clearly assigns responsibility for foreign policy to the European Union. Incidentally, this would fully comply with the principle of subsidiarity. Just as every national foreign minister is accountable to the parliament of his or her own country, a European Foreign Minister would be accountable to the directly elected European Parliament.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>This concerns precisely that issue of sovereignty about which so many national egoists like to speak. For sovereignty, ladies and gentlemen, means the ability to act and to shape events. A genuine European foreign policy would offer a clear added value compared with twenty-seven separate national foreign policies.&#8221;<\/p>\n<p>One hundred years after the founding of the Paneuropean Union, this geopolitical vision remains as relevant as ever. Precisely because it has not yet been fully realized, there is still a need for an organization such as the Paneuropean Movement.<\/p>\n<p>Alongside its geopolitical vision stands another fundamental principle: freedom under the rule of law.<\/p>\n<p>The rule of law exists to protect justice and liberty. It is not the task of the state to impose ideological concepts of happiness or welfare upon its citizens by coercion. Richard Coudenhove-Kalergi once described freedom as the soul of Europe. Otto von Habsburg, who led the Paneuropean Movement for more than three decades, called freedom the greatest achievement of civilization.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>I would therefore like to conclude this lecture with two quotations from these two great European thinkers. Both address the relationship between freedom, the state, and the true purpose of politics.<\/p>\n<p>Richard Coudenhove-Kalergi wrote in The Totalitarian State and the Total Man:<\/p>\n<p>&#8220;Man is a creation of God.<\/p>\n<p>The state is a creation of man.<\/p>\n<p>Therefore, the state exists for the sake of man\u2014not man for the sake of the state.<\/p>\n<p>Human beings without states are conceivable; states without human beings are not.<\/p>\n<p>Man is an end, never a means.<\/p>\n<p>The state is a means, never an end.<\/p>\n<p>The value of a state is measured solely by the service it renders to humanity.<\/p>\n<p>To the extent that it enables human beings to develop and flourish, it is good.<\/p>\n<p>The moment it hinders human development, it becomes bad.&#8221;<\/p>\n<p>And Otto von Habsburg, quoted in The Courage to Fulfil One&#8217;s Duty, wrote:<\/p>\n<p>&#8220;If we are to develop guiding principles and a programme for the future, we must first ask ourselves what the true purpose of politics is.<\/p>\n<p>It is not the preservation or exercise of power, as so many contemporary bureaucrats believe. Rather, it is service to the enduring values of justice, freedom, and humanity.<\/p>\n<p>To safeguard these values is both the essence and the justification of the state. Politics exists to serve these ideals.<\/p>\n<p>It is within this perspective that all political instruments, methods, and programmes must be judged.<\/p>\n<p>None of these possesses absolute value; their value is only relative.<\/p>\n<p>A political instrument does not derive its legitimacy from itself. It is neither inherently good nor inherently evil. It can only be evaluated in relation to the purpose it serves.<\/p>\n<p>If it serves the true idea of the state, it is good. If it does not, it is bad. It must therefore never be regarded as an end in itself.&#8221;<\/p>\n<p>Allow me to conclude by extending a warm invitation to the Paneurope Congress, marking one hundred years since the First Paneurope Congress:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Vienna, 1\u20133 October 2026.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Paneuropa, Richard Coudenhove-Kalergi, Otto von Habsburg: Dar\u00fcber sprach Paneuropa Pr\u00e4sident Rainhard Kloucek in seinem Vortrag f\u00fcr die Ritterakademie des Europ\u00e4ischen Weinritterordens (Ordo Equestris Vini Europae) im bisch\u00f6flichen Schloss Seggau. 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